Alles eine Frage der Verbindung
Shownotes
Verbinden klingt einfach. Tatsächlich ist es eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Industrie: Millionen elektrische Kontakte müssen zuverlässig halten, in Halbleitern, in Leistungselektronik, in den Batteriemodulen von Elektroautos. Die Paderborner Hesse GmbH baut die Maschinen, die genau das vollautomatisch übernehmen. Damit zählt sie zu den weltweit führenden Herstellern in der Aufbau- und Verbindungstechnik.
In dieser Folge von "Wissen2Wirtschaft – und zurück" ist Konrad Hesse aus der Geschäftsführung zu Gast und macht verständlich, was hinter dieser Technologie steckt. Er erzählt, warum ein Unternehmen, das Kunden auf der ganzen Welt beliefert und Tochtergesellschaften in Hongkong, Tokio und den USA hat, ganz bewusst in Paderborn entwickelt und fertigt.
Mit Moderatorin Selina Hare spricht er über:
- Drahtbonden, Ultraschall- und Laserschweißen und wofür jedes Verfahren gebraucht wird
- Kooperationen mit der Universität Paderborn, aus denen eigene Entwicklungen hervorgegangen sind
- technologische Souveränität, Lieferengpässe in der Coronazeit und staatlich geförderte Konkurrenz aus Asien
- warum der Anspruch nicht lautet, der günstigste Anbieter zu sein, sondern der mit den besseren Ideen
Jetzt reinhören! "Wissen2Wirtschaft" – den Podcast der Universität und der Wirtschaftsförderung Paderborn – gibt's überall, wo es Podcasts gibt.
Alle Infos: www.wissen2wirtschaft.de
Konrad Hesse
Hesse GmbH
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Universität Paderborn
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Wirtschaftsförderung Paderborn
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Moderatorin Selina Hare
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Transkript anzeigen
00:00:04: Vom Fieberthermometer bis zur Raumfahrt von Medizin, bis zur Automobilindustrie.
00:00:09: Die Technik von Hesse Mechatronics aus Paderborn wird in den unterschiedlichsten Märkten benötigt.
00:00:14: Allein in einem durchschnittlichen Haushalt braucht es in Smartphones, Laptops, Fernsehern, WLAN-Routern, Haushaltsgeräten oder Bärmepumpen Millionen winziger elektronischer Verbindungen die dafür sorgen dass Mikrochips zuverlässig funktionieren.
00:00:29: Mit den Maschinen von Hesse entstehen die Technologien die diese unsichtbaren Verbindung erst möglich machen.
00:00:35: Und um Kontakt geht es generell viel in dem global agierenden Familienunternehmen, denn vor allem das Miteinander ist ein wichtiger Faktor der Firmenphilosophie.
00:00:49: Also ich gebe zu, als ich zum ersten Mal das Wort Bund Kopf gehört habe, musste ich an Sean Connery denken – an Pierce Brosnan!
00:01:02: Und wenn es euch da so ein bisschen ähnlich geht, dann seid ihr in dieser Folge Wissentowirtschaft.
00:01:07: Denn hier erfahrt Ihr unter anderem was Einbondkopf wirklich ist und weshalb der im Prinzip die Grundlage für eine Großteil unserer modernen Alltags ist.
00:01:21: was ein Bond-Kopf ist, dann bist du trotzdem natürlich genau richtig in dieser Folge.
00:01:26: Wir sind nämlich bei der Hesse GmbH zu Gast – ein Unternehmen das zu den technologischen Marktführern in seinem Bereich zählt und der Mann, der uns heute ganz viel technisches Wissen vermittelt, uns aber auch ein bisschen etwas über Klemmbausteine erzählen wird, ist Konrad Hesse aus der Geschäftsführung.
00:01:45: Schön dass du da bist bzw schön, dass ich da sein darf!
00:01:48: Ja vielen Dank, schön,
00:01:51: Hesse ist in einer Branche tätig, die viele Menschen im Alltag eigentlich kaum wahrnehmen.
00:01:59: Obwohl eure Technologien in Elektroautos, in erneuerbaren Energien oder moderner Elektronik eine super entscheidende Rolle spielen.
00:02:08: wenn du jetzt jemandem euer Unternehmen oder das was ihr macht vorstellen müsstest vielleicht in so kurzen Sätzen wie möglich?
00:02:17: Wie würdest du das dann erklären?
00:02:19: Ja, das ist natürlich die Frage, die wir häufig gestellt bekommen.
00:02:22: Ich glaube in Paderborn dadurch dass wir jetzt mittlerweile hier an der Liese Mechner Straße sind und über den Heinz-Nicksoft-Ring da eine oder andere das Firmengebäude von außen sieht fragt sich dann immer ja vier Paar Hesse okay was machen sie überhaupt genau?
00:02:36: Und wenn man die frage dann beantwortet dann fange ich immer ganz gern an ja wir bauen Bonder!
00:02:41: Dann gucken die Leute einen immer mit großen Augen an sagen ok kann ich relativ wenig mit anfangen.
00:02:45: was ist das genau?
00:02:47: vielleicht eine kleine Anekdote.
00:02:49: Wenn man mit Hebammen spricht, dann kann das auch zu Missverständnissen führen weil Bonding bei Hebammen ist ein bisschen was anderes als das, was wir machen.
00:02:57: Letzten Endes gibt es aber doch wieder ne Brücke die man schlagen kann, weil Bondingen mit Säuglingen heiße Bindung aufbauen.
00:03:04: und unsere Maschinen machen im Grunde genommen auch so etwas ähnliches nämlich elektrische Kontakte kontaktieren Und das machen die Drahtbonder über nen Draht und das Ganze is'n Ultraschall-Reibschweißprozess Und ja, das ist dann auch noch voll automatisch.
00:03:20: Im Grunde genommen ist es so dass man immer zu kontaktierende Stellen hat wo wir dann entsprechend das Positionieren unserer Maschine der Bond-Kopf dann entsprechend die Position anfährt Wir dann den Draht dem wir dabei haben auf die zu kontaktiere Stelle mit einer Kraft definiert andrücken und dann über den Ultraschall eine mechanische Schwingung die wir einbringen dann verreiben Und dann eine Schweißkontakt herstellen.
00:03:48: Das ist das, was unsere Maschinen vollautomatisch tun und dass im Zweifel auch im Hochvolumen Vierundzwanzig Sieben.
00:03:55: Und da haben wir das Wort Bond-Kopf jetzt auch noch mal gehört?
00:03:58: Ich habe durch dich gelernt, das ist wirklich so ein Herzstück!
00:04:00: Das ist super, super wichtig in euren Maschien und hat wirklich wenig mit Nullnullsieben zu tun.
00:04:06: Ja die Assoziationen, die du eben angeführt hast sind irgendwie spannend, hab ich so noch nie gehört... hat relativ wenig mit nur sieben zu tun.
00:04:15: Der Bond-Kopf ist maßgeblich für die Verbindungsqualität, die wir dann am Ende des Tages mit unserer Maschine produzieren verantwortlich und da haben wir natürlich so ein paar Kniffe eingebaut mechanischer Natur aber letzten Endes das eigentliche Herzstück ist auch der Transducer.
00:04:33: Das ist so im übertragenen Sinne wenn man so möchte Der Motor, der die elektromechanische Wandlung vollzieht.
00:04:41: Wir legen über ein Pezo-Motor ein elektrisches Wechselfeld an und erzeugen aus dem elektrischen Wechselfelt eine mechanische Schwingung.
00:04:50: Diese mechanischen Schwindungen muss man dann noch entsprechend zur eigentlichen Függestelle bringen mechanisch auf geschickte Art und Weise zu tun, wenn man so möchte.
00:05:02: Da kann man dann noch Verstärkungsfaktoren einbringen, dass die Schwingung größer wird also die Schwindungsamplitude und wir dann die Schweißqualität erzeugen wollen.
00:05:13: Ich glaube jeder Maschinenbau, Ingenieur- und Maschinbaustudent deren Herzen schlagen gerade höher weil sie absolut nachvollziehen konnten wovon du grade sprichst!
00:05:24: Ab und an mitgekommen, muss ich sagen.
00:05:26: Es ist wirklich super technisch.
00:05:28: aber ich lieb es wie du das einfach erklären kannst so dass auch ich das tatsächlich gerade wenn man hier auch mal durchgeht und auch mal ja so ein Bond-Kopf sich angucken kann dann wirklich versteht wie diese Maschinen funktionieren.
00:05:40: also so grob haben wir jetzt verstanden worum's geht was hier so passiert.
00:05:45: deshalb lass uns mal ganz an den Anfang zurück gehen.
00:05:48: dein Vater Dr.
00:05:50: Hans Hesse hat die Firma Und zwar war der erste Firmsitz bei euch zu Hause im Keller.
00:05:59: Nimm uns mal mit in diese Zeit zurück!
00:06:02: Genau, kann ich mich natürlich nur bedingt dran erinnern weil ich da noch sehr klein war.
00:06:08: Ich habe zwei ältere Schwestern und bin der Jüngste von uns aber genau letzten Endes hab' ich davon profitiert.
00:06:15: so ganz messerscharf abgrenzen kann man das nicht.
00:06:18: manchmal ist es so Dass mein Vater sagt, unter dem Dachboden hat er die Firma gegründet.
00:06:22: Das war dann noch in dem Rheinhaus, wo meine Eltern damals gelebt haben.
00:06:28: und das was du gerade angesprochen hast, das geht eigentlich auf meinen Elternhaus zurück, dass dann das Haus getrennt war.
00:06:36: eine Hälfte des Hauses war Firma und die andere Hälfe war dann Wohnhaus.
00:06:40: Und da gab es dann im Erdgeschoss entsprechend Büroräume und im Keller war dann ein großer Raum, wo damals noch ganz andere Produkte gefertigt wurden und entwickelt wurden als das was wir heute machen.
00:06:54: Drahtbonder, Ultraschallschweißgeräte und die Laserschweißanlagen.
00:06:58: Letzten Ende ist es so gekommen dass sich die Firma gut entwickelt hat und irgendwann die Räumlichkeiten in meinem Elternhaus zu klein wurden.
00:07:06: Und damals an der Vatmannstraße neu gebaut wurde.
00:07:09: und das war für uns als Kinder natürlich das Paralys schlechthin weil auf einmal wird dieser große Kellerraum frei Und wir durften diesen dann als Spielhöhle, wenn man so will nutzen.
00:07:19: Hatten da Matratzen und ich durfte auch mit einem Trettrecker- und Bobbikas fahren.
00:07:26: Da haben wir noch schönes Videomaterial wo meine Schwester mich vor eine Wand fahren lässt ohne mich abzubremsen.
00:07:34: Naja große Geschwister halt!
00:07:39: Hesse war ja spezialisiert auf Drahtbonden, hattest du erzählt?
00:07:43: Dann kam das Laserschweißen hinzu und mittlerweile seid ihr ja beim Ultraschall.
00:07:49: Wie genau hat sich denn diese Entwicklung so ergeben überhaupt?
00:07:53: So von der Chronologie her, wenn ich dafür dich ein bisschen korrigieren wollte... Auf
00:07:57: jeden Fall!
00:07:58: Das laserschweissen kam eigentlich als Letztes dazu.
00:08:00: Groß geworden ist die Firma über das Drahtbonnen.
00:08:03: was heißt groß geworden?
00:08:05: aber so wie wir heute dastehen Und das Ultraschallschweißen war im Grunde genommen für uns die logische Konsequenz.
00:08:12: Das war so der nächste Schritt, warum?
00:08:14: Das Drahtbonden habe ich eben schon eingangs erwähnt ist ja ein Ultraschild-Reibschweissprozess wenn man so möchte.
00:08:21: und das einzige was wir noch abändern mussten war dass wir das Drahthändling also wir führen immer das Verbindungsmedium mit beim Drahtbonner nämlich den Draht und wenn man den einfach weglässt und die Fügepartner schon an Ort und Stelle liegen dann können wir dort hinfahren, können dann entsprechend positionieren, können die notwendige Kraft aufbringen den Ultraschall einschalten und können eine Verbindung erzeugen.
00:08:45: Und das ist ja nichts anderes als eine Ultrascheißanlage.
00:08:49: Das haben wir getan und haben dann hochskaliert – was meine ich mit hochskalieren?
00:08:54: Hochskaliere hinsichtlich der Leistung!
00:08:57: Letzten Endes kommen wir von kleinen Wattzahlen über was dann so eine Leistung unserer größeren Drahtbonder können, hin zu Ultraschall-Schweißanlagen.
00:09:09: Momentan sind wir da begrenzt auf µW.
00:09:12: µ W ist schon mal ein ordentlicher Faktor und ja das war so.
00:09:17: dann letztendlich für uns die logische Konsequenz um dann unser Produktfolio zu erweitern, um neue Marktsegmente bedienen zu können, die wir vorüber die Drahtband überhaupt gar nicht bedienen konnten.
00:09:28: Und das war dann so die Entwicklung chronologisch betrachtet vom Drahtbonner zum Ultraschildschweißen.
00:09:33: Und die Laserschweißanlagen waren so ein bisschen darin begründet, dass man dann irgendwann vor die Herausforderung gestellt wird.
00:09:43: Dass wenn ich die Ultraschallenergie in die Függestelle einbringen möchte – ich immer auch Gefahr laufe je nach Produkt was sich da zu verarbeiten habe – dass ich in der Peripherie andere Bauteile eventuell beschädige durch die Ultrashallvibration nicht einbringe.
00:10:03: Und es gibt so einen Schwellwert, der ist nicht so ganz messerscharf zu definieren.
00:10:10: Aber ob irgendeinem Querschnitt den ich verbinden möchte macht's keinen Sinn mehr das über Ultraschall zu machen beziehungsweise ich laufe Gefahr dass sich dann eben Beschädigungen erzeuge.
00:10:18: und immer dann kann Laser schweißen eine gute Alternative sein weil beim Laser schweisen Ich dann eben im Grunde genommen kein mechanischen Impact habe.
00:10:28: in das Produkt Darf hab ich ein thermischen Einfluss Und das gilt es dann eben abzuwägen.
00:10:34: und in der Zwischenzeit, bevor wir den Laserschweißer konstruiert und entwickelt haben.
00:10:41: Haben wir noch so eine Hybridetechnik möchte ich mal nennen?
00:10:45: Wir nenn's Laser-Sonic Bonding oder Laser Sonic Bonden.
00:10:52: Das ist im Grunde genommen ein Thermosonic Prozess.
00:10:54: Was machen wir da?
00:10:55: Wir nutzen einen Laser um das Tool zu erwärmen Um dann neben der Ultraschallleistung noch thermische Energie mit reinzubringen, das kann auch förderlich sein für die Erzeugung einer Verbindung.
00:11:06: Ich verspreche wir werden auf jeden Fall gleich auch nochmal technisch und zwar wenn es um den Smart.
00:11:12: Well, da geht.
00:11:13: über den sprechen wir auch noch.
00:11:15: Aber ich möchte jetzt erstmal über deinen wissenschaftlichen Backgrounds sprechen und denen hast ja nicht nur du sondern dein Vater hat auch einen wissenschaftlichem Hintergrund.
00:11:25: Du hast an der Uni Paderborn Maschinenbau studiert
00:11:28: Genau richtig
00:11:29: Und unser Podcast heißt ja ganz bewusst Wissen zu Wirtschaft weil wir zeigen möchten wie wissenschaftliche Erkenntnisse ihren Weg in wirtschaftliche Innovation finden und natürlich auch umgekehrt.
00:11:41: welche Rolle spielt denn die lokale Hochschule und Forschungslandschaft auch heute noch für euer Unternehmen hier?
00:11:48: Für uns als Unternehmen in Paderborn ist das natürlich ein großer Faktor, in vielerlei Hinsicht.
00:11:56: Zum einen einfach um dann das entsprechende Umfeld zu haben – wofür brauchen wir das?
00:12:01: Wir brauchen das A natürlich für das Recruiting,
00:12:04: d.h.,
00:12:04: also wenn wir Mitarbeiter gewinnen wollen mit entsprechender Qualifikation, dann haben wir in der Vergangenheit immer sehr gute Erfahrungen gemacht.
00:12:13: Mit Mitarbeitern die wir gewinnen konnten, die von der Hochschule bzw.
00:12:18: Universität Paderborn zu uns gefunden haben.
00:12:21: Das machen wir nicht nur über Stellenausschreibung Wir haben das durchaus auch so dass wir viele Mitarbeiter gewinnen können indem wir sie als studentische Hilfskräfte schon bei uns im Unternehmen beschäftigt haben und sie dann auch teilweise ihre Abschlussarbeiten über Themen geschrieben haben, die dann hier bei uns aus dem Hause kamen.
00:12:42: Und wir dann entsprechend mit Lehrstühlen an der Universität Paderborn auch Kooperation hatten.
00:12:49: Da sind wir in der Vergangenheit sehr maßgeblich zu letzten Erfindungen oder Entwicklungen gekommen die wir so wahrscheinlich ohne die Kooperation, die es in der Vergangenheit mit der Universität Paderborn dann gab.
00:13:05: Vielleicht so nicht hätten entwickeln können?
00:13:08: Ich muss auf jeden Fall das ansprechen, was einem so als erstes ins Auge fällt würde ich jetzt mal dezent behaupten.
00:13:15: Wenn man hier in das Gebäude kommt – in das Unternehmensgebäude und zwar ist es im Eingangsbereich direkt ein Rennwagen aus der Saison- denn auch an so einer Zusammenarbeit ganz konkret?
00:13:41: Vielleicht erst mal, das was das Racing Team jedes Jahr auf die Beine stellt ist ja irgendwie beeindruckend.
00:13:48: Das sind Studenten, die das neben ihrem Studium jedes Jahr wieder beweisen dass sie in der Lage sind ein Auto neu zu entwickeln.
00:13:58: damit ist es aber nicht getan sondern sie sorgen auch noch dafür dass das Auto entsprechend dann gefertigt wird, aufgebaut wird Und erprobt wird und dann bei internationalen Wettbewerben sich dann auch noch behauptet, bis hin zu sehr guten Platzierungen die dann da erzielt werden können.
00:14:17: Für uns als Unternehmen warum ist das Racing Team spannend?
00:14:19: Weil man in diesem Team Studierende findet, die einen gewissen Drive haben, die Biss haben, Die Ziele erreichen, die beweisen dass sie Dann sich der Herausforderung stellen und am Ende dann auch ein fertiges Produkt hinstellen, was funktioniert.
00:14:36: Und wenn wir als Unternehmen an dieser Stelle motivierte junge Leute auf irgendeine Art und Weise unterstützen können, dann haben wir für uns beschlossen ist das eine tolle Sache, eine gute Sache und deswegen machen wir das sehr gerne.
00:14:49: und auf deine konkrete Frage zurückzukommen wie unterstützt denn die Firma Hesse das Racing Team?
00:14:54: Das ist in der Tat seit einigen Jahren, dass wir im Grunde genommen die Infrastruktur zur Verfügung stellen in Form von unseren Maschinen und Räumlichkeiten.
00:15:03: Dass hier dann die Batteriemodule für das entsprechende Rennauto dann kontaktiert werden können.
00:15:09: Das ist das was auch dann wiederum uns großes Wachstum in den letzten Jahren beschert hat Dadurch, dass wir die Automobilindustrie dann direkt beliefern durften.
00:15:19: und da machen wir im Grunde genommen genau das gleiche.
00:15:21: Das heißt, wir haben Anlagen für die Batteriemodule, die in den elektrischen Fahrzeugen verbaut werden auf Zellbasis die Kontaktierung übernimmt also letzten Endes die Reihen- und Parallelverschaltung vornehmen.
00:15:38: Und das machen wir beim UPP Racing Team genauso,
00:15:40: d.h.,
00:15:40: wir haben Batteriezellen, die untereinander verschaltet werden.
00:15:44: Das ist letzten Endes dann Auslegungssache, wie man das tut parallel und rein Verschaltung.
00:15:49: Und der eigentliche Schweißprozess, der passiert da mit unseren Maschinen?
00:15:53: Ich habe von dir auch gehört dass hier auch mal wahrscheinlich auf dem Sonntag das Gelände einmal abgesperrt wird damit der Rennwang hier auch Mal fahren kann ums zu testen.
00:16:03: Ist ja ziemlich gut.
00:16:04: Warst du mal dabei?
00:16:05: Da war ich auch schon mal dabei, fahren durfte nicht.
00:16:08: Wenn ich mich richtig erinnere gibt es eine Gewichtsbeschränkung und näher möchtet da jetzt nicht drauf eingehen.
00:16:15: Und genau aber lustig dass du fragst gerade jetzt am Sonntag waren das Racing Team erst wieder hier und da war ich selber nichts zu gegen.
00:16:23: Ich war allerdings derjenige welche der dann von Zuhause aus über mein Handy das Tor einmal offen zufahren durfte.
00:16:29: Das war damit unter Wie soll ich sagen, etwas anstrengend was jetzt dazu geführt hat dass das Racing Team auch ein Transponder von der Firma bekommen hat und jetzt können sie sich selber hier Zutritt verschaffen.
00:16:41: Hesse investiert ja seit vielen Jahren und das zeigt ja auch so ein bisschen diese Zusammenarbeit die Kooperation mit dem Uni Paderborn Racing Team.
00:16:51: also man merkt ihr investiert in Forschung und Entwicklung.
00:16:55: woher kommt denn so dieser Innovationsanspruch auch?
00:16:59: Letzten Endes kann man es runterbrechen auf die Wettbewerbssituation, die wir haben.
00:17:04: Wenn man sich den Markt anguckt wenn man das auf dem Dünndraht-Bereich beschränkt ist das sicherlich eher ein kleinerer Nischenmarkt wo weniger Konkurrenz gibt.
00:17:14: nichtsdestotrotz haben wir an uns selber immer den Anspruch Wir wollen vielleicht nicht die preisgünstigsten sein aber wir wollen aus Sicht des Total Cost of Ownership Die attraktivste Lösung präsentieren.
00:17:26: Und wenn wir das so als Anspruch an uns selber formulieren, dann müssen wir gute Produkte haben.
00:17:31: Gute Produkte müssen innovative, clevere Ideen dann entsprechend im Baucher haben.
00:17:37: Ja, das geht letztendlich nur über eine starke Entwicklungsabteilung die dann diese innovativen guten Ideen in die Produkte einfließen lässt.
00:17:46: und wenn man das tut, dann glauben wir können wir auch aus Paderborn heraus, aus dem Standort Deutschland weltweit konkurrieren gegen Unternehmen, die vielleicht dann in Märkten bzw.
00:17:59: in Standorten beheimatet sind wo man günstiger produzieren kann, wo man ein günstige entwickeln kann aber wir mit den besseren Ideen vielleicht dann ihnen den Schneid abkaufen können und unterm Strich für den Kunden die bessere Lösung haben.
00:18:16: Der Einsatz der zahlt sich auch aus.
00:18:18: Das sieht man ja unter anderem daran, dass ihr den OWL Innovationspreis in der Kategorie Marktvision gewonnen habt.
00:18:27: Und der Grund dafür ist, der sogenannte Smart Welter.
00:18:29: Das habe ich ja vorhin schon einmal so ein bisschen eingeführt.
00:18:33: Das ist eine neue Schweißtechnologie für die Leistungselektronik.
00:18:38: Das klingt mir jetzt schon wieder ein bisschen zu technisch.
00:18:41: Deswegen kannst du uns auch noch mal da so ein bißchen vereinfacht erklären was hinter diesem Gerät steckt.
00:18:50: Also im Grunde genommen der Begriff Smart Welder is unser Markenname.
00:18:55: Was steckt dahinter?
00:18:56: Das ist das, was wir eben schon besprochen haben.
00:18:58: Das sind im Grunde genommen die Ultraschall-Schweißanlagen.
00:19:02: Warum ist es so innovativ?
00:19:03: Warum ist das so besonders?
00:19:06: Da wir aus dem Drahtbonden kommen, haben wir ganz andere Sensorik und andere Anforderungen an unsere Anlagen als dass für klassische Ultraschildschweiß-Anlagen in der Vergangenheit gegolten hat.
00:19:19: Jetzt ist es So, dass wir eine Entwicklung sehen dass wir immer höhere Leistungsdichten haben, höhere Temperaturen dann auf unserer Kundenseite die Produkte entsprechend ausgesetzt werden und die Produkte dem Stand halten können müssen.
00:19:34: Das heißt also unsere Kunden mussten sich nach anderen Fertigungsmöglichkeiten umschauen und da haben wir eben die Lösung geboten mit dem sogenannten Smart Welter.
00:19:43: Wir haben eine neue Option geschaffen um den Fügeprozess durchzuführen der im Grunde genommen zu neuen Produkten geführt hat beziehungsweise dem Kunden eine Fertigungsoption aufgezeigt hat, wie er dann ein Produkt schaffen kann was den Anforderungen entspricht.
00:19:59: Und du hast auch erzählt dass dieses Verfahren gerade für die Zukunft der Industrie aber auch für die Energiewende super bedeutsam sein wird?
00:20:07: Genau!
00:20:08: Also die Produkte über die wir da sprechen werden ja für erneuerbare Energien sind sie letztens relevant für E-Mobilität, für all die grünen Technologien, die man so in den Medien verfolgen kann.
00:20:22: Da fließen die Produkte letzten Endes mit
00:20:24: ein.".
00:20:25: Du hattest es ja gerade auch schon mal so ein bisschen erwähnt.
00:20:29: Am Rande Thema Wettbewerbsdruck und aber auch Thema technologische Souveränität, die Europa jetzt verstärkt fordert und immer wieder darüber diskutiert.
00:20:42: welche Rolle denkst du werdenden Unternehmen wie Hessen zum Beispiel in Zukunft spielen für uns?
00:20:49: Das ist natürlich eine große Frage, jetzt begibt man sich auf die politische Bühne im Zweifel.
00:20:56: Klar ich meine wir sehen Abhängigkeiten.
00:21:00: Ich glaube man kann abhängigkeiten von heute auf morgen nicht irgendwie wieder los werden.
00:21:05: Wir haben das sehr massiv zum Beispiel gespürt als Firma Hesse während der Corona Phase.
00:21:11: da wurden dann auch einmal FPGAs knappe Ware und Die Firma hesse musste dann auch zu sehen, wie sie denn dann dieses knappe Gut entsprechend beschaffen konnte.
00:21:24: Und wir haben da auf Broker zugreifen müssen und haben einen Preis bezahlt mit einem sehr großen Faktor gegen die üblichen Konditionen und haben aus China heraus diese Produkte nach Deutschland importieren müssen und hatten auch noch die Herausforderung dass der Wert eines kleinen Paketes auf einmal fünfhunderttausend Euro Betrug Wo dann das Logistikunternehmen gesagt hat, ja, das kann ich gar nicht mitnehmen.
00:21:47: Das muss entsprechend versichert
00:21:48: sein.".
00:21:48: Das waren noch so kleinere Nebenerscheinungen und Herausforderungen, mit denen wir dann konfrontiert waren.
00:21:55: Insgesamt ist es natürlich so dass die Welt momentan ein bisschen unruhig ist im Umbruch und man das Gefühl hat, dass in gewisser Weise jeder seine Claims absteckt und wir auch im asiatischen Bereich sehen... dass dort vielleicht politisch gewollt Unternehmen entstehen, die dem unseren sehr ähnlich sind und entsprechend die Märkte bedienen.
00:22:22: Weil die Märkte vielleicht zukünftig strategisch sehr wichtige Märkte sind.
00:22:26: Unsere Produkte fließen ja in alle möglichen Segmente unter anderem aber auch sicherlich dann strategisch wichtige Märkten.
00:22:36: also Stichwort Halbleitermarkt Und das ist ja letzten Endes etwas was in allen intelligenten Devices, dann spätestens notwendig wird und von daher glaube ich hat es eine gewisse strategische Relevanz.
00:22:52: Und dadurch das ein strategischer Relevance hat ist dann eben auch die Motivation der Regierung anderer Nation vielleicht begründet warum sie dann staatlich gefördert solche Unternehmen versuchen zu etablieren und dann entsprechend selber den Heimatmarkt bedienen zu können für den Fall, dass warum auch immer wir aus Paderborn dem Markt nicht mehr bedienen dürfen.
00:23:16: Also wir sprechen hier dann schon irgendwie von der Schlüsseltechnologie die ihr bedient.
00:23:22: für die Zukunft?
00:23:23: Zumindest mal Schlüssel merkte würde ich sagen ja
00:23:26: Jetzt haben wir einmal über das große Ganze gesprochen.
00:23:28: Deshalb lasst uns noch mal hier zurückreisen, wieder zu uns in die Region Forschung und Entwicklung.
00:23:34: Das passiert ja alles hier vor Ort.
00:23:37: Ihr fertigt eure Maschinen auch überwiegend in Paderbornen.
00:23:40: In OWL habt ihr zwar nur zwanzig Mitarbeitende wenn man jetzt so noch die noch die Tochtergesellschaften Hongkong Tokio und USA mit einem Bezieh dann sind es so drei Hunderts Und ihr beliefert Kunden auf der ganzen Welt, die wir gerade auch schon gehört haben.
00:23:54: darüber hinaus bestehen zu dem Kooperation mit Partnerunternehmen in über dreißig Ländern.
00:24:00: Wieso bleibt denn der Standort Paderborn für ein so international agierendes Unternehmen wie Hesse trotzdem immer noch besonders und der richtige Standort?
00:24:11: Ganz leichter Antwort weil wir mit der Schule verwachsen sind könnte man sagen vielleicht um die Frage ausführlicher zu beantworten Wir hatten ja Eingangs über die Entstehung der Firma gesprochen und wie mein Vater die Firma auch gegründet hat.
00:24:26: Das ist eigentlich auch eine ganz nette Anekdote, wie ich finde.
00:24:29: Als mein Vater überlegt hat dann die Firma zu gründen gab es nach dem Mauerfall in Deutschland Fördermöglichkeiten in den neuen Bundesländern.
00:24:39: Und zu dem Anlass war mein Vater dann im Dresden im Wirtschaftsministerium sich Informationen geholt, beziehungsweise war eine Verhandlung welche Fördermittel es ihnen gibt für Gründer und wenn man sich dann entsprechend dort ansiedelt was das dann alles so bedeutet.
00:24:57: Zu dem Zeitpunkt wollte mein Vater aber eigentlich gar nicht ganz gerne nach Dresden weil er schon seine Familie in Paderborn hatte.
00:25:02: meine Mutter ist Lehrerin zu dem Zeit Punkt gewesen war also nicht ganz so flexibel und daher war ja eigentlich an den Ort Paderborgen gebunden.
00:25:12: Und dann kommt es zu einer komischen Situation nämlich als mein Vater sich dann einmal kurz auf die Toilette begeben wollte, wurde er verfolgt und war dann in ein Gespräch verwickelt worden wo ihm dann offenbart wurde.
00:25:27: Wir müssen das nicht in Sachsen machen wir können das auch gerne in Nordrhein-Westfalen machen.
00:25:31: Die WestLB wäre bereit entsprechend genauso zu fördern wie das was ihnen hier gerade offenbart wurden.
00:25:37: Sie bräuchten nur einen Lead Investor.
00:25:39: Lange Rede kurzer Sinn.
00:25:40: letzten Endes ist es so gekommen dass dann die Firma auch in Paderborn gegründet wurde und auf die Frage zurückkommt, warum aus Paderborn.
00:25:48: Ich glaube dass wir hier vom Standout her viele gute Vorzeichen haben angefangen von der Universität Paderborne.
00:25:56: Wir sind eine vergleichsweise junge Stadt glaub ich das heißt wir sind auch nach wie vor eine wachsende Stadt d.h.
00:26:03: aus Unternehmens Sicht.
00:26:04: Wir finden hier viele junge motivierte neue Mitarbeiter wenn wir sie denn suchen.
00:26:11: Ja ich glaube insgesamt sind da was das angeht dann die Vorzeichen sehr, sehr gut und der Standort ist eigentlich ein super Standort.
00:26:16: Wir haben gute Anbindung.
00:26:18: wir haben den Flughafen in Paderborn.
00:26:20: Wir sind schnell von hier im Ruhrgebiet, wir sind schnell im Rheinland, wir haben eine gute Autobahnanbindung.
00:26:28: Der Standort Paderborne ist top.
00:26:31: Die Familie Hesse fühlt sich auch wohl in Paderborn, von daher bleiben wir auch hier.
00:26:34: Das
00:26:34: ist sehr schön zu hören auf jeden Fall!
00:26:38: Seid ihr auch Paderborner Markenbotschafter?
00:26:41: Welche Rolle spielen in solchen Netzwerken wie die Wirtschaftsförderung Paderborne oder auch regionale Kooperation für euch als Unternehmen?
00:26:51: Also die Wirtschaftspförderungsgesellschaft Paderbourne begleitet uns ja schon sehr lange.
00:26:56: Jetzt haben wir dann die eine oder andere Expansion erfahren dürfen, das heißt wir haben uns immer wieder vergrößern dürfen.
00:27:06: Was dann an der Stelle häufig das Problem ist wenn man denn die Notwendigkeit hat neue Grundstücke zu erwerben, dann ist das nicht ganz so einfach.
00:27:15: und mit den Fragestellungen kann man immer zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn gehen und da wird man stark unterstützt.
00:27:23: auf der anderen Seite lokales Netzwerk.
00:27:25: unsere Kunden sind typischerweise weltweit verteilt.
00:27:29: Das heißt, wenn man jetzt Großkunden von der Firma Hessen in Paderborn sucht wird man kaum einen finden außer die Universität Paderborne natürlich.
00:27:37: aber wir greifen sehr stark was unsere Lieferkette angeht hier auf die Region zurück.
00:27:41: das heißt Wir haben Lieferanten die hier ortsnah ansässig sind.
00:27:47: dass beschert uns kurze Wege.
00:27:50: Man hat enge Partnerschaften langjährige Partnerschaften und ein tiefes Vertrauen.
00:27:57: Das schätzen wir sehr.
00:27:59: Vertrauen ist eigentlich ein ganz gutes Stichwort, denn ich würde jetzt noch gerne mal so einen persönlichen Eindruck mit einbringen den ich hier hatte als ich meinen persönlichen Rundgang bei Hesse bekommen habe.
00:28:11: Und zwar ist mir aufgefallen, als wir durch die Räume beziehungsweise auch durch die Halle gegangen sind dass irgendwie jeder Mitarbeiter von dir mit einem Moin begrüßt wurde und das ist mir super positiv aufgefallen, weil es direkt irgendwie so eine ja für mich wie ne richtig gesunde Unternehmenskultur irgendwie wirkt.
00:28:31: Also es war alles irgendwie entspannt und jeder hat irgendwie gelächelt und klar hat auch jedermann schlechten Tag aber es war trotzdem nur sehr harmonische Atmosphäre irgendwie.
00:28:40: was zeichnet denn eure Unternehenskultur bei Hessen sonst noch so aus?
00:28:45: Was würdest du sagen?
00:28:46: Erst mal freut mich natürlich sehr dass du diesen Eindruck gewonnen hast.
00:28:51: Letzten Endes, glaube ich sind wir immer bestrebt offen und ehrlich zu sein.
00:28:55: Und dass wir immer einen fernen Umgang versuchen zu pflegen mit jedem Mitarbeiter.
00:29:01: Ja letzten Endes den Kontakt zu den Mitarbeitern suchen.
00:29:05: wenn man denn dann in die entsprechenden Bereiche wo dann die Tätigkeiten der Mitarbeiter ausgeführt werden kommt Und wenn man stillschweigend aneinander vorbeiläuft und Kopf auf den Boden senkt, finde ich ist das nicht unbedingt förderlich für das Betriebsklima.
00:29:21: Und mindestens mal eine Begrüßung finde ich es angebracht.
00:29:24: Wenn das dann so bei dir den Eindruck hinterlässt dass wir ein gutes Betriebsklima haben dann freut mich sehr weil ich glaube dass wir das tatsächlich haben.
00:29:31: Das denke ich auch.
00:29:33: Und was sich auch bemerkenswert fand, war dass du mir von der Lean-Methode erzählt hast, von der ich vorher auch noch nichts gehört habe.
00:29:41: aber ich weiß jetzt durch die Lean-methode arbeitet man besonders effektiv eben in der Produktion und im Zuge dessen gab es hier eben auch schon mal Workshops wo auch die Mitarbeitenden tatsächlich mit einbezogen wurden.
00:29:53: ihr habt da so eine Bühne von der ausgearbeitet wird und da standst du vor und hast gesagt ganz stolz das haben unsere Mitarbeiter ausgedacht.
00:30:01: Das fand ich auch ziemlich cool, also die werden hier so richtig mit rein genommen.
00:30:06: Genau jetzt muss ich offenbar und ich bin nicht der Experte in dem Bereich war bei diesen Workshops selber gar nicht persönlich involviert.
00:30:15: aber genau das haben wir gemacht.
00:30:16: Also letzten Endes wollten wir die Produktivität, die Effizienz bei uns in der Fertigung steigern und haben dann aus einer Werkstattfertigung umgestellt auf eine Lineproduktion.
00:30:28: Wir haben hier bei uns im Haus eine reine Endmontage,
00:30:30: d.h.,
00:30:31: die Komponenten, die wir für unsere Anlagen brauchen, die beschaffen wir über unsere Lieferkette und montieren dann die Anlagen zusammen und erwecken sie zum Leben.
00:30:43: Um diesen Prozess möglichst effizient zu machen, haben wir genauestens analysiert wie der Warnstrom in unserem Haus ist.
00:30:51: Und wir wollten sicherstellen, dass wir keine entgegengesetzten Warnströme haben und haben daher im Grunde genommen vom wahren Eingang bis zum wahren Ausgang so ein One Piece Flow etabliert.
00:31:05: An der eigentlichen Fertigungslinie arbeiten wir mit Kanban-Kisten und der Mitarbeiter, der dann die Montage Schritte ausführt.
00:31:17: Der muss nicht mehr ins Lager laufen um sich seine notwendigen Artikel oder Produkte zu holen, sondern die werden ihm bereitgestellt und dann eben auch immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Artikel so dass er den Arbeitsauftrag ausführen kann.
00:31:32: Und das hat zu einem massiven Effizienzsteigerung geführt.
00:31:35: Ja,
00:31:35: das sah einfach alles super angenehm für die Mitarbeitenden aus.
00:31:40: Also nicht nur dass die Produktion natürlich dadurch effektiver wird, sondern es ist auch ein besserer Workflow.
00:31:46: zumindest hat's mir den Anschein gemacht.
00:31:49: Und was für mich auch sehr bezeichnend für eine gesunde Philosophie ist, ist das Lego-Modell in der Eingangshalle.
00:31:59: Das hatte ich ja ganz am Anfang mal erwähnt Um es unseren Zuhörenden zu erklären, das ist tatsächlich so ein Hesse-Gebäudekomplex in Miniatur aus Klembaustein und da steckt mir ganz wie ich finde nette Geschichte dahinter.
00:32:15: Ja, das war eine Überlegung der Mitarbeiter dass sie meinem Vater zum Geburtstag einen Geschenk gemacht haben.
00:32:23: was zunächst nach einem Lego Bausatz aussah war es letzten Endes auch, allerdings nichts was so käuflich zu erwerben ist sondern das war eine Eigenkreation der Mitarbeiter.
00:32:34: Sie haben ein Bausatz für unser Firmengebäude erzeugt und das haben sie in akribischer Kleinarbeit selber dann ausgearbeitet bis hinzu dann auch einer original Lego nachempfundenen Bauanleitung und das hat dazu geführt dass mein Vater nachdem man das Geschenk ausgepackt hat sich natürlich erstmal sehr gefreut hat Und dann aber das Nervenkostüm meiner Mutter etwas ausgereizt hat, weil dieser Bausatz bei meinen Eltern auf dem Esstisch ausgebreitet wurde und es einige Wochen gedauert hat bis mein Vater letzten Endes alle Lego-Bauschsteine so zusammengebaut hatte.
00:33:06: Dass dann das Lego Modell unseres Standortes hier in Paderborn fertiggestellt wurde.
00:33:12: Jede Mutter kann das nachempfinden, glaube ich.
00:33:16: Aber ja, er fand dich total schön auf jeden Fall und es hat sich gelohnt!
00:33:19: Es steht jetzt fertig hier im Eingangsbereich und jeder kann sich anschauen.
00:33:24: Dein Vater zieht sich ja jetzt so Stück für Stück aus der Geschäftsführung zurück und ihr sagt wenn niemand so richtig den Übergang bemerkt hat dann war's ein guter.
00:33:35: Wie habt ihr das vorbeziehungsweise?
00:33:37: Worauf legt ihr eigentlich wert bei diesem Prozess?
00:33:41: Also erstmal, ich bin ja jetzt schon einige Jahre mit im Unternehmen und letzten Endes legen wir natürlich erst mal darauf wert dass alle Fragestellungen entsprechend bearbeitet werden.
00:33:51: Der Übergang wird so gestaltet oder ist im vollen Gang, wenn ich das sagen darf, dass mein Vater natürlich nach wie vor mit ihm geschehen ist und dann eben auch und wir als Gespannen fungieren.
00:34:06: die Zielsetzung, so wie du gesagt hast.
00:34:08: Wenn wir den Übergang schaffen und keiner merkt dann haben wir alles richtig gemacht wird dann irgendwann so sein dass mein Vater sich pöpö zurückzieht und dann bin ich da und dann werde ich die Fragestellungen entsprechend so bearbeitet wie wir das in der Vergangenheit zusammen getan haben und werde dann auf das Team zurückgreifen was ich dann habe und werde das erörtern bewerten und dann kommen wir hoffentlich immer zu den richtigen Schlüssen die wir ziehen und treffen darauf basierend die richtige Entscheidung.
00:34:36: Ist das so der Schlüssel für eine gute Nachfolge, würdest du sagen?
00:34:39: So wie ihr das macht.
00:34:40: Wie es du gerade beschrieben hast.
00:34:42: Man hört ja häufig dass es dann irgendwie Spannungen gibt zwischen dem Nachfolger, dem Junior sozusagen und dem Senior.
00:34:49: Wenn es da Spannung gibt, dann würde ich sagen ist es nicht so möglich wie wir das machen.
00:34:54: Jetzt habe ich den Vorteil Dass mein Vater und ich eine sehr sehr gute Ebene zueinander haben.
00:35:00: Wir können sehr gut miteinander Und haben auch eigentlich sehr, sehr viel Spaß daran gemeinsam zu arbeiten.
00:35:07: Von daher ist das ein sehr reibungsloser Übergang bisher und von daher glaube ich wenn die Voraussetzungen so sind wie bei meinem Vater und mir dann ist das glaube ich ein ziemlich guter Ansatz.
00:35:18: Ich meine die Zukunft wird zeigen!
00:35:19: Ich muss es ja erstmal noch beweisen aber ich bin guter Dinge dass ich das hinkriege.
00:35:24: Wir haben am Ende unserer Podcast-Folgen ja immer drei Blitzfragen.
00:35:29: Die würde ich dir auch gerne stellen, sowie allen unseren Gästen.
00:35:34: Die darfst du gerne so kurz wie möglich beantworten.
00:35:36: Bist du ready dafür?
00:35:38: So ready, wie man sein kann!
00:35:40: Okay...
00:35:41: Was bedeutet Transfer für
00:35:43: dich?!
00:35:45: Ich habe nicht gesagt, dass es leicht wird.
00:35:47: Ich hab nur gesagt, du musst schnell
00:35:48: anfangen!
00:35:49: Schnell Antworten hat schon mal nicht geklappt.
00:35:52: Transfer kann man natürlich so und so verstehen.
00:35:54: Nehmen wir einmal das letzte Thema was wir gerade hatten Wissenstransfer vielleicht auch dann Beurteilen von Situationen Risikoabwägung Betrachtungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln All das kann man als Transfer von meinem Vater zu mir vielleicht bezeichnen weil er mich dafür sensibilisiert hat tun sollte und dann ist es eine Art Wissenstransfer.
00:36:17: Wie hat Paderborn dich geprägt?
00:36:19: Oh, also ich bin ja ein Paderborner Kind!
00:36:21: Ich bin ja hier groß geworden, bin hier zur Schule gegangen habe mehrere Vereine kennenlernen dürfen und hab dann auch sogar noch in Paderborne studiert.
00:36:31: Bin also ein echtes Paderarner Kind und eben wie schon gesagt mit der Schule verwachsen sozusagen.
00:36:37: Libori fünfte Jahreszeit und letzten Endes fühle ich mich ja sehr, sehr wohl und ich finde Paderborn ist eine sehr schöne Stadt.
00:36:45: Auch wenn man das selber vielleicht gar nicht so immer wirklich wahrnimmt, weil man selber Paderborna ist und durch die Innenstadt läuft... Ich habe manchmal das Gefühl, wenn ich in anderen Städten bin oder an anderen Orten in der Welt bin dann realisiert man das erstmal wieder so eigentlich wie schön Paderborne ist mit dem Padderquellgebiet, mit dem Dom.
00:37:03: da haben wir schon einen echten Schatz hier und können uns eigentlich glücklich schätzen dass wir in so einer schönen Stadt wohnen.
00:37:07: Ich kann mich damit so gut verbinden, wie du jetzt gerade geantwortet hast.
00:37:10: Bei mir ging es nämlich tatsächlich genauso.
00:37:12: Ich war letztens auch in einer etwas größeren anderen Stadt in OWL ich sage jetzt nicht welche und als ich dann von da aus zurückgefahren bin habe ich exakt das gesagt.
00:37:23: Ich hab' exakt gesagt Boah!
00:37:24: Ich bin froh wenn ich wieder ein Paderborn bin.
00:37:26: Paderborne ist so schön.
00:37:28: Das ist nicht zu klein oder nicht zu groß und das hört sich immer wie eine Floskel an aber es ist tatsächlich so.
00:37:32: Das merkt man dann, wenn mal links und rechts geguckt hat.
00:37:35: Die letzte Blitzfrage Woran wird Hessen in zehn Jahren arbeiten?
00:37:41: Schwierige
00:37:41: Frage.
00:37:42: In Zweifel wissen wir das selber heute noch nicht, aber wir sind auf jeden Fall denke ich gut aufgestellt dass wir alle Fragestellungen die uns in Zukunft erallen werden auf irgendeine Art und Weise beantworten können.
00:37:55: Und jetzt sind wir auch in der glücklichen Lage Dass wir an dem Standort hier den wir im Paderborn momentan zur Verfügung haben noch Erweiterungsmöglichkeiten haben.
00:38:06: Das heißt, auch wenn wir den Markt so wie er heute ist weiterhin bedienen und wir uns aber ganz neue tolle Produkte ausdenken.
00:38:16: Wir die dann auch aus dem Standort Paderborn theoretisch bedienen können.
00:38:20: letzten Endes Wenn du nach meiner persönlichen Vision fragst würde ich sagen wäre schön wenn wir Die Märkte so wie sie heute sind erhalten können sodass wir Dann die weiterhin so bedienen wie wir sie heute bedienen Und das wird uns dadurch dann den Freiräumen erarbeiten, dass wir an neuen Produkten, neuen Ideen, neuen Märkten uns versuchen können.
00:38:41: So dass wir dann unser Portfolio noch breiter aufstellen und noch krisensichere sind weil wir noch breite gefächerte Märkte bedienen können.
00:38:51: Letzten Endes haben wir hier dreißigtausend Quadratmeter zur Verfügung davon nutzen wir ungefähr ein bisschen mehr als die Hälfte aktuell.
00:38:58: Das heißt wenn dann noch unseren Standort hier in Paderborn erweitern können, dann haben wir noch ziemlich viel Luft nach oben.
00:39:04: Konrad vielen, vielen Dank dass ich heute hier sein durfte, das ich gelernt habe was ein Bundkopf ist und ja ganz viel Erfolg auch für die Zukunft natürlich!
00:39:14: Vielen, vielen dank und schön dass du dir heute da wart.
00:39:16: Ja und das war sie unsere erste Folge der dritten Staffel Wissen zur Wirtschaft und zurück.
00:39:22: und falls ihr euch jetzt denkt warte mal kurz wie jetzt.
00:39:25: es gibt zwei weitere Staffeln Richtig.
00:39:28: Wir waren zum Beispiel unter anderem schon bei Diebold-Nix-Dorf, bei Frau Prof.
00:39:33: Dr.
00:39:33: Silberhorn im Fox.
00:39:35: Wir haben die Space besucht und mit Kulturwissenschaftlerin Prof.
00:39:41: Unsere Themen reichen von E-Mobilität über Gründertum bis zum Komponieren von Freizeitparkmusik.
00:39:48: Ihr merkt, da gibt es noch eine Menge höchst spannender Episoden die ihr euch jetzt im Anschluss anhören solltet.
00:39:55: Deshalb abonniert uns auf der Streaming Plattform eurer Wahl!
00:40:00: Teilt diese Folge gerne, empfehlt uns weiter und seid natürlich auch beim nächsten Mal gerne wieder mit dabei.
00:40:07: Beim gemeinsamen Podcast der Wirtschaftsförderung Paderborn und der Universität Paderborne!
00:40:19: Tschüss!
00:40:28: Joris Alexander Krog, Konzeption und inhaltliche Begleitung Johanna Pietsch & Tobias Vorwerk Sound- und Postproduktion AMS Podcastfabrikstudios Bielefeld.
00:40:42: Alle Episoden auf wissentowirtschaft.de podcastfabrikt.de Und überall wo es Podcast gibt.